Die Biochemie der Verliebten
Verliebtsein - wir denken an Schmetterlinge im Bauch, kribbeln in der Magengegend, Herzrasen, Nervosität, Unsicherheit, Erröten....physiologische Reaktionen, die mit dem Gefühl des Verliebtsein einhergehen.
Im Körper laufen ganz offensichtlich bestimmte chemischen Prozesse ab, die unsere körperlichen Reaktionen bedingen. Die Wissenschaft ist sich mittlerweile einig, dass Hirnaktivitäten und die erhöhte Ausschüttung von Hormonen verantwortlich für unseren Zustand ist.
So ist das große Gefühl, das nie gekannte Glück, der Zustand völliger Entrückung von der Welt anscheinend zu großen Teilen ein physiologischer Vorgang.
Schon hormonell gleichen sich die beiden Partner an. Bei frisch verliebten Männern sinkt der Testosteronspiegel, im Gegensatz dazu steigt er bei der Frau. Es wirkt, als wolle die Natur die beiden Partner ähnlicher machen, damit sie leichter zusammenfinden können.
Zudem ist die Produktion des Stresshormons Cortisol bei Verliebten deutlich höher als normal. Ein überraschendes Ergebnis der Blutuntersuchungen der Verliebten war auch das deutliche Absinken des Serotoninspiegels. Dies erinnert an das Blutbild eines Zwangsneurotikers, bei dem der Serotoninspiegel ebenfalls deutlich unter dem Normalspiegel liegt. Verliebtsein und Verrücktsein liegt also manchmal vielleicht gar nicht so weit entfernt - zumindest wenn man der Wissenschaft Glauben schenken darf.